Leistungssport
![]() In der Landesverfassung ist seit 2000 der Sport als Staatsziel festgehalten. Daher kommt ihm eine große Bedeutung in Baden-Württemberg zu. Er bringt Vorbilder hervor, an denen sich Kinder und Jugendliche mes-sen können. Spitzensportler werden mit den Werten Disziplin, Ehrgeiz und Teamgeist verbunden. Der Bund ist gemäß Verfassung verantwortlich für den Hochleistungssport und das Land hauptsächlich für den Nachwuchsleistungssport. Im Bundes-vergleich nimmt Baden-Württemberg mit seiner vorbildlichen Förder-struktur eine Spitzenstellung ein. So soll es jungen Kadersportlerinnen und Kadersportlern ermöglicht werden, Schule und Leistungssport best-möglich miteinander zu verbinden, um einen individuell angestrebten schu-lischen Abschluss zu erreichen. Diese Dualität von schulischer und sportl-icher Förderung gewährleisten die „Eliteschulen des Sports“. Dieses Prädikat wird vom Deutschen Olympischen Sportbund an Schulen, die festgelegte Qua-litätsstandards für die Sportler erfüllen, für vier Jahre vergeben und danach überprüft. |
![]() In Baden-Württemberg befinden sich allein fünf Eliteschulen des Sports von bundesweit 40 Schulen. Sie sind immer ein Schulverbund von allgemein bildenden und beruflichen Schulen und häufig werden Sport(profil)klassen gebildet. An diesen Eliteschulen werden Strukturen geschaffen, die es den jugendlichen Leistungssportlerinnen/-sportler ermöglichen, bereits eine erste Trainingseinheit am Vormittag zu absolvieren, an Trainingslagern und Wettkämpfen teilzunehmen, wobei die Fehlzeiten durch Nachführunterricht von Lehrkräften egalisiert werden können. Auch die Abstimmung von Klausurterminen, der Einsatz von Schülermentoren oder die Hausaufgabenbetreuung sind unterstützende Maßnahmen, die es den Athletinnen und Athleten erleichtern, ihre Sportart auf hohem Niveau zu betreiben. |
Die fünf Eliteschulen in Baden-Württemberg:
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![]() Neben den Eliteschulen des Sports und den Partner-schulen der
Olympiastützpunkte, die in ähnlicher Weise wie die Eliteschulen
arbeiten, befinden sich in Baden-Württemberg noch fünf
Eliteschulen des Fußballs in Stuttgart, Freiburg (weiblich
und männlich), Karlsruhe und Hoffenheim. Der DFB will durch diese
Schulen talentierte Fußballerinnen und Fußballer bei der
Doppelbelastung Leistungsfußball und Schule unterstützen. Ein
bundesweites Netz an Eliteschulen des Fußballs ist das Ziel des
DFB`s, wobei jede dieser Schulen an ein Leistungszentrum eines
Vereins gekoppelt sein und höchste Qualitätsstandards erfüllen
muss.
Eine weitere Maßnahme zur Talentförderung sind die „sportartenübergreifenden Schultalentfördergruppen“. Um diese Gruppen aufzubauen unterstützt die Stiftung „Sport in der Schule“ die vier Olympiastützpunkte bei dieser Arbeit finanziell. |
![]() Von bundesweit 20 Olympiastützpunkten befinden sich der OSP Freiburg/ Schwarzwald, der OSP Rhein-Neckar, der OSP Stuttgart und der OSP Tauberbischofsheim in Baden- Württemberg. Sie sollen den Athleten die sportmedizinische, physio-therapeutische, trainingswissenschaftliche und soziale Beratung und Betreuung beim Training bereitstellen. |
![]() Die „Stiftung OlympiaNachwuchs Baden-Württemberg“ bildet ein weiterer erwähnenswerter Baustein im Gesamtkonzept Leitungssport. Sie wurde im Jahr 2000 gegründet, um junge Talente bei der Verwirklichung ihrer sportlichen und schulischen bzw. beruflichen Ziele zu unterstützen. Mit einer individuellen Förderung ergänzt sie so die bereits bestehenden leistungssportlichen Strukturen. Im Verbund mit den vier Olympiastützpunkten, den Eliteschulen des Sports und den Partneruniversitäten sorgt sie für die bestmögliche Unterstützung der Athletinnen und Athleten. Durch die Stiftung wird der Sportstandort Baden-Württemberg nachhaltig gestärkt. |





