Leistungssport
![]() In der Verfassung des Landes Baden-Württemberg ist seit 2000 der
Sport als Staatsziel festgeschrieben. Dies zeigt, dass dem Sport
insgesamt eine große Bedeutung beigemessen wird. Gemäß der von der Verfassung vorgegebenen
Zuständigkeitsverteilung liegt der Schwerpunkt der Förderung des
Bundes im olympischen und paralympischen Spitzensport, während das
Land vorwiegend für den Nachwuchsleistungssport verantwortlich
zeichnet. Dazu mussten bestimmte strukturelle, organisatorische,
materielle und personelle Voraussetzungen geschaffen werden, um die
Doppelbelastung der Nachwuchssportlerinnen und –sportler
aufzufangen. Nur möglichst optimale Rahmenbedingungen in Form von
Nachführunterricht, Abstimmung von Klausurterminen,
Hausaufgabenbetreuung, Einsatz von Schülertutoren, aber auch die
Freistellung für Trainingsmaßnahmen und Wettkämpfe tragen
dazu bei, dass jugendliche Athletinnen und Athleten möglichst
ohne Druck ihre sportliche Leistungsfähigkeit entwickeln
können. |
![]() Besonders hoch qualifizierten Partnerschulen wird vom Deutschen Olympischen Sportbund das Prädikat „Eliteschule des Sports“ verliehen. Dies ist ein Prädikat, das auf Antrag für einen olympischen Zyklus an Schule-Leistungssport-Verbundsysteme vergeben wird, die sich der Förderung des Leistungssports im Verbund mit schulischer Bildung und pädagogischer Betreuung in Internaten/Teilinternaten widmen. Die Vergabe des Prädikats ist an bestimmte Qualitätskriterien gebunden, deren Erfüllung durch die Eliteschule des Sports gewährleistet werden muss, um talentierte Nachwuchsathleten und -athletinnen unter Wahrung ihrer schulischen Bildungschancen auf künftige sportliche Spitzenleistungen vorbereiten zu können. Um schulische und leistungssportliche Anforderungen zum Wohle des Athleten zu gestalten, bedarf es einer engen Kooperation und Abstimmung zwischen allen Beteiligten: der Schule, der Eltern, der Sportfachverbände und der Olympiastützpunkte. Von bundesweit 39 Eliteschulen befinden sich allein fünf Eliteschulen des Sports in Baden-Württemberg. Es handelt sich bei diesen Eliteschulen des Sports - im Gegensatz zu den Schulen anderer Bundesländer - immer um einen Schulverbund von allgemein bildenden (Gymnasien und Realschulen) und beruflichen Schulen, sodass es den Athleten und Athletinnen möglich ist, die für sie adäquate Schulart zu besuchen. An den Eliteschulen des Sports wird besonders darauf geachtet, durch entsprechende Maßnahmen wie Trainingskorridore am Vormittag u. a. m. die Sportlerinnen und Sportler zu unterstützen. |
Die fünf Eliteschulen in Baden-Württemberg:
Weitere Informationen erhalten Sie unter dem Link: DOSB: Eliteschulen des Sports |
![]() Der Deutsche Fußball Bund (DFB) hat in Fortführung des "Bündnisses für Fußball" - in Zusammenarbeit mit der Kultusministerkonferenz (KMK) und der Sportminister-konferenz (SMK) der Länder - die Idee "Eliteschulen des Fußballs" bundesweit umgesetzt. Diese Schulen haben dasselbe Ziel wie die Eliteschulen des Sports. Sie unterstützen talentierte Fußballerinnen und Fußballer bei der Doppelbelastung Leistungsfußball und Schule. In Baden-Württemberg wurden die Standorte Stuttgart, Freiburg (Eliteschule des Fußballs für Jungen und Mädchen), Karlsruhe und Hoffenheim ausgezeichnet. Jede Eliteschule des Fußballs ist an ein Leistungszentrum eines Vereins gekoppelt und erfüllt höchste Qualitätsstandards. In Stuttgart und Freiburg sind die Eliteschulen des Fußballs identisch mit den Eliteschulverbünden des Sports (s. o.).
Weitere Informationen erhalten Sie unter dem Link: DFB: Eliteschulen des Fußballs |
![]() Von bundesweit 20 Olympiastützpunkten befinden sich der OSP Freiburg/ Schwarzwald, der OSP Rhein-Neckar, der OSP Stuttgart und der OSP Tauberbischofsheim in Baden- Württemberg. Sie sollen den Athleten die sportmedizinische, physio-therapeutische, trainingswissenschaftliche und soziale Beratung und Betreuung beim Training bereitstellen. |
![]() Die „Stiftung OlympiaNachwuchs Baden-Württemberg“ bildet ein weiterer erwähnenswerter Baustein im Gesamtkonzept Leitungssport. Sie wurde im Jahr 2000 gegründet, um junge Talente bei der Verwirklichung ihrer sportlichen und schulischen bzw. beruflichen Ziele zu unterstützen. Mit einer individuellen Förderung ergänzt sie so die bereits bestehenden leistungssportlichen Strukturen. Im Verbund mit den vier Olympiastützpunkten, den Eliteschulen des Sports und den Partneruniversitäten sorgt sie für die bestmögliche Unterstützung der Athletinnen und Athleten. Durch die Stiftung wird der Sportstandort Baden-Württemberg nachhaltig gestärkt. |




