Stiftung Sport in der Schule in Baden-Württemberg
FAQs
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© 2010 Stiftung Sport in der Schule in Baden-Württemberg

Häufig gestellte Fragen (FAQs):

Sportstättenberatung:

Worauf muss beim Sporthallenbau besonders geachtet werden?
Beim Hallenbau sollten Sie in erster Linie auf die Funktionalität der Halle achten. Auch ist beim Hallenbau auf die Wirtschaftlichkeit sowie auf die Hallengestaltung zu achten. Den Baustoff wählen Sie beim Hallenbau entsprechend Ihres Verwendungszweckes.
Entsprechend Ihrer gewählten Bauhalle muss auch die Tragkonstruktion angepasst sein.
Möchten Sie eine Bauhalle erstellen, wo die Auflagen für den Brandschutz beim Hallenbau sehr hoch sind, so ist eine Betonhalle sinnvoll. Auch wenn Sie eine Bauhalle erstellen möchten, die mehrgeschossig und sehr hoch ist.
Im Hallenbau empfiehlt sich eine Betonhalle auch dort, wo der von Ihnen gewählte Baugrund nicht gerade optimal ist. Möchten Sie eine Bauhalle erstellen, wo es auf eine hohe Tragfähigkeit ankommt und wo Sie die Räume frei gestalten möchten, dann sollten Sie sich für eine Stahlhalle entscheiden. Bei dieser Bauhalle kommt man ohne zusätzliche Stützmechanismen aus, da der Stahl selbst tragend ist. Bei einer Bauhalle aus Stahl können Sie ohne eine Stütze in die Mitte setzen zu müssen, bis zu 100 m große Spannweiten haben. Für die Raumanordnung und Raumgestaltung ist dieser Hallenbau sehr von Vorteil. Zunächst haben Sie, da die Stützpfeiler fehlen, mehr Platz. Auch ist dadurch bei diesem Hallenbau die optische Wirkung positiver. Zudem können Sie bei einem Hallenbau aus Stahl die einmal gewählte Raumverteilung und Raumanordnung sehr leicht wieder verändern.
Was außerdem noch für den wirtschaftlichen Vorteil bei dem Hallenbau aus Stahl spricht, ist die kurze Montagezeit, da die Stahlteile vorgefertigt sind.
Kommt es Ihnen beim Hallenbau auf eine äußerlich als schön empfundene Wirkung an, so bietet sich hier der Bau einer Holzhalle an. Was für einen Hallenbau aus Holz auch noch spricht, ist die geringe Anfälligkeit gegenüber Säuremitteln. Wenn bei diesem Hallenbau das Oberflächenholz entsprechend behandelt wird, z.B. in dem man es mit einer Schutzschicht anstreicht, ist es relativ unempfindlich gegenüber chemischen Prozessen, die die Oberfläche zerstören (z.B. bei Metall die Entwicklung von Rost).

Ist die Beratung durch die Berater des MKJS, der RPs und LRAs kostenlos?
Die Beratung ist für die Schulen und die Schulträger kostenlos. Vereine wenden sich an die Beratungsstellen der Landessportbünde. In Sicherheitsfragen hilft die Unfallkasse, bei Sportvereinen die Verwaltungsberufsgenossenschaft.

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Inline Skating:

Eignen sich alle Hallenböden für das Skaten?
Nein. Nur flächenelastische Böden, am besten mit Linoleum Oberbelag, sind geeignet. Grundsätzlich muss die Genehmigung des Sachkostenträgers/Schulträgers eingeholt werden. Das Tragen einer kompletten Schutzausrüstung ist Pflicht. (GUV 20.53). Es wird empfohlen spezielle Hallenrollen einzusetzen.

Gibt es Vorschriften bei der Einrichtung einer Skateanlage?
Bei der Aufstellung spezieller Skate-Einrichtungen, wie z.B. Curbs, Ramps und Pipes, sind die sicherheitstechnischen Anforderungen nach DIN 33943 „Skateeinrichtungen“ einzuhalten. Ebenso ist die Sportanlagenlärmschutzverordnung zu beachten.

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Schulgesetz:

Muss der Schulträger Sportstätten zur Erfüllung der Bildungspläne zur Verfügung stellen?
Grundätzlich ja, im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten einer Kommune. Vgl. § 48 Schulgesetz.
Die Sportstättenberater helfen bei der Moderation und der Erstellung einer „Bedarfsliste“.

Kann der Schulträger für die Benutzung des Freibades im Rahmen des Sportunterrichts und zu Unterrichtszeiten Eintritt verlangen?
Nein. Das Schulgesetz legt fest,  dass der Schulträger die für die Schüler erforderlichen Einrichtungen zur Verfügung stellen muss.

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Förderung im Sportstättenbau:

Wird die Anschaffung von fünf Tischtennisplatten durch die neue, kommunale Sportstättenbauförderung gefördert (Projektförderung)?
Nein . Es werden Zuwendungen nur für den Neubau und die Sanierung von Turn- und Sportfreianlagen, nicht für Einrichtungsgegenstände gewährt.
Die Förderung  von modellhaften, bewegungsfreundlichen Schulpausenhöfen, Schulhofumgestaltungen usw. erfolgt über die Stiftung „Sport in der Schule“.

Wird der Neubau oder die Sanierung einer Schwimmhalle gefördert?
Eine Förderung ist nach den Richtlinien ausdrücklich ausgeschlossen(Nr. 1.3). Nur Turn- und Sporthallen sowie Sportfreianlagen (Sportplätze und Leichtathletikanlagen) werden gefördert.

Wie beantragt man die Aufnahme in das Förderverfahren?
Der Schulträger beantragt bis 31.12. des Kalenderjahres beim zuständigen Regierungspräsidium mit Hilfe eines Antragsformulars die Aufnahme in die Förderung. Die RPs sind unter Einschaltung von beratenden Ausschüssen zuständig für die Bewilligung der Zuwendungen.

Kann gleichzeitig eine Förderung im Rahmen der Projektförderung als auch im Rahmen des Ausgleichsstocks oder dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum beantragt und bewilligt werden?
Ja.

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Baukosten:

Können die Baukosten für ein Sporthallenprojekt verlässlich geschätzt werden?
Eine verlässliche Kostenschätzung erfolgt in der Regel durch den Architekten, der den jeweils gültigen Baukostenindex anwendet (ca. 220 EUR pro m3 umbauter Raum). Bei dieser Schätzung sollte das Raumprogramm weitgehend erstellt sein.

Gibt es eine Liste von aktuell gebauten Sporthallen mit einer Auflistung der Kosten?
Ja. Siehe Sporthallen in Baden-Württemberg 1995-2005.
Die Listen zeigen bei Vergleichsobjekten z.B. Einfelderhalle 27 x 15 m eine Kostenspreizung von mehr als 200 %. Um mit diesen Kostenkennwerten umgehen zu können, werden Kenntnisse der Kostenermittlung bei Sportstätten benötigt. Bei genauer Untersuchung stellen sich bei konkurrierenden Aufstellungen gewaltige qualitative und quantitative Unterschiede heraus.

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Sportboden, Sportbodenmakierungen:

Welchen Sportboden braucht meine Sporthalle?
Für die Bedürfnisse des Schulsports haben sich flächenelastische Böden, häufig mit einem unempfindlichen, marmorierten Linoleum Oberbelag, mit oder ohne Fußbodenheizung, durchgesetzt. Weitere Einzelheiten vgl. Broschüre Sporthallen.

Welche Entscheidungshilfen zur Sportbodenwahl gibt die Sportstättenberatung?
Neben der persönlichen Beratung empfehlen wir die Kontaktaufnahme mit mindestens fünf Standorten aus der Referenzliste der Hersteller. Hausmeister, Trainer und Sportlehrer geben i.d.R. die besten Auskünfte.

Können nachträglich Sportbodenmarkierungen angebracht werden?
Natürlich. Dies erledigen Spezialfirmen, die in der Regel mit PUR Farben jeden Markierungswunsch erfüllen können.
Der erste Markierungsplan wird in der Regel vom Gerätehandel oder Sportbodenhersteller erstellt und sollte grundsätzlich von den Nutzern diskutiert und ggf. modifiziert werden. Die DIN-Vorschriften zu Sportbodenmarkierung (Sportart, Linienbreite und –farbe) sind zu beachten. Temporäre Markierungen sind möglich, müssen aber mit geeignetem Linierungsmaterial durchgeführt werden. Kreppband ist hierfür ungeeignet.

Welche Sicherheitsabstände müssen zwischen den Spielfeldern untereinander (z.B. Badminton) und der Wand eingehalten werden?
Für den Wettkampfsport gelten die Regeln der Sportfachverbände (vgl. DIN 18032.1, Anhang B, S.21). Daran orientieren sich auch grob die Markierungen für den Schulsport.

Unser Sportboden ist gefährlich rutschig/stumpf. Haben wir den falschen Boden gewählt?
Nein. Die Gleitreibung ist ein vorgegebener Wert, der bei allen geprüften Sportböden ähnlich ist. Die verstärkte Rutschgefahr bzw. zu geringe Gleitfähigkeit des Bodens entsteht in der Regel durch falsche Reinigungsmittel oder vernachlässigte Reinigung. Sie kann problemlos behoben werden.
Mit der Übergabe des Sportbodens an den Nutzer hat der Hersteller auch eine Pflegeanweisung zu übergeben. Hiervon sollte nicht abgewichen werden.

Die Volleyballer unserer Stadt sind in die 2. Bundesliga aufgestiegen und haben beantragt, die Markierungen in unserer Sporthalle völlig neu zu gestalten. Dabei soll im Bereich des zentralen Volleyballfeldes keine andere Markierung mehr erlaubt sein.
Müssen die Schulen dem zustimmen?
So erfreulich die Präsenz einer hochklassigen Mannschaft an einem Schulstandort ist, so problematisch wird es bei der Abwägung von Nutzungsfragen.
Es ist in diesem Fall wichtig, zu wissen, dass die spieltechnischen Bestimmungen für den Spielverkehr in der 2. Volleyball Bundesliga eine solche Anforderung  nicht stellen. Trotzdem sollten beide Parteien gemeinsam abwägen, welche Nachteile die jeweilige Lösung mit sich bringt. Notfalls können die Sportstättenberater als Moderatoren angefordert werden.
Markierungsfirmen stellen heute problemlos Ton in Ton Markierungen von hervorzuhebenden Spielfeldern her.

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Standort Sporthalle:

Gibt es einen Richtwert für die Entfernung einer schulisch stark genutzten Sporthalle von der Schule?
Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft empfiehlt dringend Sporthallen in Verbindung mit Schulen zu errichten; nur in Ausnahmefällen soll die Entfernung höchstens fünf Wegeminuten betragen.
Eine möglichst günstige Lage hinsichtlich der Erreichbarkeit durch Fußgänger und Fahrradfahrer ist anzustreben. (DIN 18032.1)
Der optimale Standort einer Sportanlage (ob für Schulsport oder Vereinssport) sollte im Rahmen einer Sport(stätten)-entwicklungsplanung festgelegt werden. Dieser ist dann verbindlich in die Flächennutzung und Bauleitplanung einzubringen.

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Sportgeräteraum:

Wie sieht der ideale Sportgeräteraum aus?
Der ideale Sportgeräteraum orientiert sich in seiner Größe an der Länge der aufzunehmenden Geräte. Wegen des Schwebebalkens (Länge 5.00 m) ist der Geräteraum mindestens 5.50 m tief. Bei mehrteiligen Hallen ist der Geräteraum durchgängig. Wände und Decke werden zur Aufbewahrung der Geräte ausgenutzt. Die Gerätestandorte sind auf dem Boden deutlich markiert. Die Leuchten sind stoßfest angebracht. Es hat sich bewährt, direkt nebeneinander liegende Geräteräume untereinander begehbar zu machen.

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Erste Hilfe, Sicherheit, Sanitätsraum:

Welche Möglichkeiten der Gefahrenmeldung müssen in einer Sporthalle vorhanden sein ?
Nach DIN 18032 Teil 1 vom September 2003 (§ 12. und 12.3) muss in jeder Sporthalle eine Meldeeinrichtung (fest oder mobil) verfügbar sein.
Alarmierungsanlagen sind nach dem Zwei-Sinne-Prinzip mit akustischen und optischen Signalgebern vorzusehen.
Für Hallen mit Wettkampfnutzung und/oder Zuschauerbereichen ist eine Sprachdurchsagemöglichkeit vorzusehen.
Bei Durchsage-Anlagen, die auch der Alarmierung dienen, müssen Gefahrensignale deutlich hörbar und wahrnehmbar sein....

Was gehört zur Ausstattung eines Sanitätsraumes in Sporthallen?
Der Sanitätsraum muss mindestens mit einem kleinen Verbandskasten nach DIN 13 157 Typ C sowie mit einer Krankentrage ausgestattet sein. In Sporthallen und Sportplätzen sollten zusätzlich Kältepackungen, Sportsalben/-gel zur Behandlung stumpfer Verletzungen (z.B. Prellungen, Zerrungen) vorhanden sein. (GUV-SI 8065). Wichtig ist, dass diese Einrichtung nicht nur in der Erstausstattung vorhanden ist, sondern laufend auf Vollständigkeit und Tauglichkeit (Ablauffristen beachten!!) überprüft wird.

Welche Hallenwände müssen mit einem Prallschutz versehen sein ?
Zur Vermeidung von Verletzungen müssen Innenseiten von Hallenstirnwänden bis 2 m Höhe mit Prallschutz versehen sein. Bei teilbaren Hallen werden Längsseiten zu Stirnseiten und sind bei Neubauten ebenfalls mit Prallschutz oder einer prallschutz-ähnlichen Wandgestaltung zu versehen. (UVV „Schulen“)

Wie wird die Sicherheit von Einrichtungen und Geräten in einer Sporthalle überprüft?
Eine umfassende und detaillierte Prüfung muss mindestens einmal jährlich mit Prüfbefund durch Sachkundige (sachkundiger Handwerker oder Fachunternehmen) erfolgen. (UVV „Allgemeine Vorschriften“). Diese jährliche Kontrolle gilt auch für Spielplätze.

Was bedeutet der „Rote Punkt“ als Sachkundigenurteil auf  einem Sportgerät?
Das Gerät darf in seiner ursprünglichen Bestimmung nicht mehr eingesetzt werden.

Die Türen der Geräteräume ragen beim Öffnen und Schließen in den Halleninnenraum. Was ist zu tun?
Es handelt sich in diesem Fall um einen schwerwiegenden Verstoß gegen die Sicherheitsvorschriften. Der Sachkostenträger muss umgehend, nötigenfalls schriftlich, auf den Missstand und dessen Behebung hingewiesen werden. Die Schüler sind auf den Gefahrenbereich hinzuweisen. (DIN 18032.1)
Darüber hinaus müssen mindestens 8 cm des unteren Randes der Schwingtore elastisch ausgebildet sein.(DIN 58125 SchulbauDIN)

Kann die Schulleitung eine Sportstätte schließen, wenn eine erkennbare Gefahr für die Schüler besteht?
In einem solchen Fall muss der Schulleiter handeln und die Nutzung der Sportstätte untersagen, wenn z.B. der Sportboden eingebrochen ist, Wasser in die Halle eindringt, wenn die Weitsprunggrube voller Glassplitter oder Hundekot ist, wenn der Bolzplatz Stolperfallen aufweist, wenn die Tore nicht sicher verankert werden können usw.
Der Schulleiter informiert umgehend den Sachkostenträger und bittet um Behebung des Mangels. Gegebenenfalls wird die Unfallkasse hinzugezogen.

Gibt es Einschränkungen bei der Erste-Hilfe-Leistung durch Sportlehrer?
Grundsätzlich dürfen von Ersthelfern (Sportlehrer/Lehrer)) keine Medikamente verabreicht werden. Hierzu zählen auch Salben (Problem: allergische Reaktionen).
Medikamente dürfen grundsätzlich nur von medizinischem Fachpersonal
verabreicht werden.
Ausnahmen in Schulen kann es geben, z.B. bei chronisch kranken Schülerinnen und Schülern, die aufgrund des Alters oder der Behinderung nicht in der Lage sind, sich selbst zu medikamentieren. In diesem Falle darf die Verabreichung aber nur nach Rücksprache mit den
Erziehungsberechtigten und dem behandelnden Arzt erfolgen und muss schriftlich geregelt sein.

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Klettern:

Wie hoch darf der höchste Griff einer Boulderwand (Klettern ohne Seilsicherung) sein?
Drei Meter, d.h. zwei Meter Fuß- bzw. Tritthöhe. (GUV 20.54)

Wie muss der Untergrund des vorgelagerten Niedersprungbereichs einer Boulderwand beschaffen sein?
Bis maximale Tritthöhe 60 cm kann der Untergrund aus nicht dämpfenden Materialen sein. Ab 60 cm Tritthöhe muss der Untergrund dämpfend sein, z.B. Rasen. Ab 1,50 m Tritthöhe muss ein stoßdämpfender Boden (z.B. Kies, Rindenmulch) eingebaut werden. (GUV 20.54)

Muss eine Toprope- oder Vorstiegswand (Seilkletteranlage) gegen unbeaufsichtigtes Beklettern gesichert werden?
Ja. Bis in eine Höhe von 2,5 m darf kein Griff erreichbar sein. Darüber hinaus müssen in einer Sporthalle die Bestimmungen zum Prallschutz von Wänden (vgl. Sicherheit) eingehalten werden. (GUV 20.54)

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Raumtemperatur:

Welche Temperaturen sollen in einer Sporthalle herrschen?
Die Arbeitsstättenrichtlinien der UK, in denen Sporthallen nicht ausdrücklich erwähnt werden, gehen von einem Raummittelwert von 19°C aus. Die SporthallenDIN 18032.1 schreibt folgende Auslegungswerte für die Berechnung der Heizungsanlage vor: Halle und Zusatzsporträume 20°C, Duschräume 24°C, Umkleideräume 22°C.
Keinesfalls sollte die Raumtemperatur im Hallenbereich unter 17–18°C liegen.

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Aussenanlagen, Beläge:

Welches ist der richtige Belag für unseren geplanten Bolzplatz?
Als Alternativen stehen Rasen, Kunstrasen oder Kunststoff zur Verfügung. Wird die Nutzungsdauer pro Jahr als Entscheidungskriterium herangezogen, dann ist der Kunstrasen- dem Naturrasenplatz weit überlegen. Er ist robust, langlebig und erfordert wenig Wartung. Nachdem FIFA, UEFA und DFB den Einsatz von Kunststoffrasen genehmigt haben, kommt diesem Belag auch für die Schule immer mehr Bedeutung zu.(DIN V 18035-7). Die Florhöhe wird je nach Sportart ausgewählt: Tennis niedrige Florhöhe, Fußball große Florhöhe.
Bei spezifischer Mehrzwecknutzung mit den Sportarten Basketball, Inline, Leichtathletik usw. kommt nur ein Kunststoffbelag nach DIN 18035-6 in Frage. Von sechs praxisüblichen Belagstypen (A bis F) muss nach Nutzungsschwerpunkten ausgewählt werden.

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Boden Spielplätze und Pausenhöfe:

Wie muss der Boden um einen Balancierbalken herum beschaffen sein?
Bis 60 cm Fallhöhe sind alle Böden erlaubt aber nicht unbedingt zu empfehlen. Bis 1,00 m Fallhöhe ist Oberboden (Naturboden) zulässig, bis 1,50 m Fallhöhe kann Rasen verwendet werden. Ab 1,50 m Fallhöhe sind Bodenmaterialien mit stoßdämpfenden Eigenschaften zu verwenden.(Vgl. GUV 26.14)

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Beach Anlagen:

Kann eine Kugelstoßanlage auch als Beach-Volleyballfeld genutzt werden?
Das offizielle Beach-Volleyballfeld ist 18,00 x 9,00 m mit hindernisfreien Abständen 28,00 x 19,00 m. Jugendmannschaften können auch auf verkürzten Feldern (16,00 x 8,00 m) spielen.
Auf staubfreien Sand (0/2 mm), eine elastische Randeinfassung und eine standsichere Netzanlage ist zu achten. (Vgl. Planung und Bau von Beach-Sportanlagen, BISp (Hrsg).
Grundsätzlich macht es Sinn, darüber nachzudenken, Beach-Anlagen auch für  Sportarten wie Beach-Soccer, -Tennis, -Handball, mit den entsprechenden Spielfeldmaßen, zu bauen, da Beach-Sportarten heute eine große Zustimmung finden. Bei entsprechender Größe können dann neben Beach-Volleyball im Sinne der Mehrfachnutzung auch die anderen Beach-Sportarten gespielt werden.

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Sportgeräte:

Gibt es in Baden-Württemberg eine verbindliche Liste für die Geräteausstattung von Sporthallen?
Nein. An den meisten Standorten wird die Liste aus der Broschüre „Sporthallen“ MKJS (Hrsg.) verwendet. Sie wird von den Sportstättenberatern empfohlen.

An unserem Standort werden alle Sportgeräte gemeinsam von Schulen und Vereinen benützt. Immer wenn Geräte abhanden kommen oder verschleißen kommt es zu unerfreulichen Schuldzuweisungen. Können Sie eine Lösung vorschlagen?
Wenn die gemeinsame Nutzung beibehalten werden soll, dann gibt es keine sinnvolle Lösung. Es wird eine Trennung des Kleingerätepools, besonders des Ball- und Schlägermaterials, von Schulen und Vereinen vorgeschlagen.

In unserer Turnhalle Baujahr 1973 sammeln sich ständig allerlei Kleingeräte in den Fensternischen, Wandvorsprüngen, Beleuchtungsträgern und Lautsprechern. Gibt es da eine Lösung?
Es wird empfohlen, an den genannten Hindernissen einfache und kostengünstige Schrägbleche anzubringen.
In den sgn. Meroknoten wirken kleine Teller als Ballabweiser.

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Akustik:

Bei der letztjährigen Einweihung unserer Mehrzweckhalle musste die Musikkapelle ihren Auftritt wegen der miserablen Akustik abbrechen. Die Sportlehrer und Übungsleiter beklagen sich über die unmögliche Verständlichkeit in der Halle. Was sollen wir tun?
Die Nachrüstung mit schalldämmenden Materialien wird in Ihrem Fall eine sehr hohe Summe verschlingen. Die DIN Normen schreiben Werte vor, die es bauseits einzuhalten gilt. In der neuen DIN 18032.1 (2003) wurden Raumakustik und Schallschutz verschärft dargestellt.
Der TÜV/Bausachverständige wird Ihnen per Gutachten den beschriebenen Mangel zur weiteren Veranlassung bestätigen. Ein diesbezüglicher Mangel sollte schon bei der Abnahme festgehalten werden. Wie Ihr Fall zeigt, ist es bei der Einweihung zu spät. vgl. auch „Aktuell – Nachrichten – 2.3. Lärm im Sportunterricht“.

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Tribüne - Sitzplätze:

Ist es sinnvoll, bei einer mehrteiligen Sporthalle Sitzreihen an der Längsseite auf dem Hallenniveau anzuordnen ?
Sportfunktionell und aus Sicherheitsgründen gehört diese Konzeption zu den schlechteren Lösungen, insbesondere hinsichtlich der Nutzung der Hallenteile durch die Schulen (Querspielbetrieb; i.d.R. 10 Stunden täglich) und auch durch die Vereine.
Bei nicht teilbaren Hallen (z.B. Spielhalle 22 x 44 m) werden seitlich, auf dem Hallenniveau angebrachte Sitzreihen nicht als gefährlich im Sinne der DIN 18032.1, der SchulbauDIN 58125 und der einschlägigen Vorschriften der Unfallkasse (UKBW) eingestuft, wenn der Sicherheitsabstand zwischen Spielfeldrand (z.B. Seitenausmarkierung des Handballfeldes)  und der ersten Sitzreihe mindestens 2,00 m beträgt.
Bei teilbaren Hallen muss dieser Abstand deshalb größer sein, weil die Sportler frontal dem Hindernis (Sitzreihen) entgegenlaufen. Der Einbau eines Ballfangnetzes zwischen Spielfeldrand und Sitzreihe löst dieses Problem keinesfalls, sondern verschärft es vielfach. Ein Ballfangnetz ist nicht für diesen Zweck ausgelegt.
Die Sportstättenberater gehen bei teilbaren Hallen von einem hindernisfreien Abstand zwischen Spielfeldrand und erster Sitzreihe von mindestens 2,00 m aus.
Darüber hinaus ist diese Lösung auch deshalb für die Sportpraxis nachteilig, weil eine Wand als wichtiger „Spielpartner“ bei Ballspielen  entfällt. Bei dreiteiligen Hallen ist der mittlere Hallenteil in diesem Zusammenhang besonders benachteiligt. Zwangsläufig eröffnen sich bei dieser Lösung auch Schallbrücken zwischen den einzelnen Hallenteilen.
Die Unfallkasse und die Sportstättenberater empfehlen bei mehrteiligen Hallen, aus präventiven Gründen auch die Längsseiten als Prallwände auszuführen.

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Sporthallenhöhe

Wie hoch muss eine Sporthalle sein?
Für den Schulsport genügt die in der DIN 18032-1 geforderte Höhe von 7,00 m für Dreifelderhallen; gegebenenfalls kann in den Randbereichen auch eine geringere Höhe geplant werden.
Für den Leistungssport auf höherem Niveau ergeben sich andere Bedingungen. Spiele der 1. Volleyball Bundesliga benötigen eine Höhe von 9,00 m; gleichzeitig wird auf dieser Ebene die Zuschauerkapazität auf mindestens 1.000 Plätze festgelegt. Weitere Bedingungen des Deutschen Volleyballverbandes (Beleuchtung, Bandenkonstruktion, VIP Bereich mit Cateringmöglichkeit zur Sponsorenbetreuung etc.) müssen bei der Kostenkalkulation berücksichtigt werden.
Durch die notwendige Aufstockung der Halle um nur einen Meter entstehen auf der Grundlage des aktuellen Baukostenindex Mehrkosten in Höhe von ca. 267.000 EUR. Die Kosten der o.g. weiteren Bedingungen des DVV müssten von Fachingenieuren ermittelt werden, ebenso die höheren Unterhaltungskosten.
Bei anderen Sportarten fordern die Sportfachverbände abweichend von der in der DIN 18032.1 dargestellte Hallenhöhen. Diese sind im Anhang der genannten DIN S. 21 aufgeführt. Sie betreffen Badminton (nationale Veranstaltungen 8 m, internationale Veranstaltungen 9 m), Rhythmische Sportgymnastik (8 m), Trampolinturnen (8 m; Ausnahmeregelungen durch Fachverband möglich) .
Die vorgeschriebene Höhe von kleineren Sporthallen und Sporträumen ist der DIN 18032.1, Tabelle 1 S. 7 zu entnehmen.

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Ballharz (Haftmittelverwendung in Sporthallen)

In den meisten Sporthallen des Landes Baden-Württemberg ist die Verwendung von Ballharz und ähnlichen Haftmitteln streng verboten. Auf dieses Verbot wird in der Sporthallenliste der Handballverbände ausdrücklich hingewiesen (http://www.hvw-online.org/Spielbetrieb/hallenliste.php)
Für die Schiedsrichter wurden Handlungsanweisungen bei Verstößen gegen das Haftmittelverbot erlassen (http://www.hvw-online.org/index.php?id=472&L=0).

Schwimmbäder

Welche Wassertemperaturen sind für Schwimmbäder vorgeschrieben?
Grundsätzlich gilt für jeden Unterricht und für den Sportunterricht im Besonderen, dass die Rahmenbedingungen die Sicherheit und die Gesundheit unserer Schülerinnen und Schüler gewährleisten müssen. Analog zu einer funktionellen und sicheren Ausrüstung der Sportstätten muss der Sachkostenträger nach dem Schulgesetz auch dafür sorgen, dass die Wassertemperatur eines schulisch genutzten Schwimmbades oder eines Lehrschwimm-beckens den in der Regel einstündigen Aufenthalt der Schüler im Wasser ohne eine Gesundheitsgefährdung erlaubt.
Die Temperaturen sollten sich an den Werten des öffentlichen Badebetriebs von Hallenbädern orientieren.  Diese können im Internet abgerufen werden. Einige Temperaturen sind hier zusammengestellt.

Wassertemperaturen Hallenbad Vellmar
Schwimmerbecken mindestens 28° C
Lehrschwimmbecken 30° C

Wassertemperaturen Hallenbad Waiblingen
Sportbecken ca. 27° C
Nichtschwimmerbecken ca. 29° C
Freibecken ca. 23° C

Wassertemperaturen Hallenbad Hasenleiser Heidelberg
Schwimmerbecken 27 °C
Warmbadetag 30 °C
Lehrschwimmbecken 30 °C

Die Lufttemperatur sollte zwei bis vier Grad über der Wassertemperatur liegen.

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Fußbodenheizung oder Deckenstrahler: eine wirtschaftliche Betrachtungsweise

Eine nachvollziehbare und widerspruchsfreie Bilanzierung des Energieverbrauchs der beiden Systeme bei vergleichbaren Sporthallen liegt nicht vor. Wir verlassen uns deshalb auf die Aussagen von einschlägig tätigen Fachingenieuren.

Deckenstrahler bzw. Strahlheizung funktioniert vereinfacht dargestellt so, dass die Strahlung Wärme entwickelt, wenn sie auf eine Person oder auf den Sportboden trifft. In geringfügigem Maße wird der Luftraum zwischen Deckenstrahler und Fußboden/Person mitgeheizt. Die Vorlauftemperatur liegt bei 70 bis 80° C.

Die Vorlauftemperatur bei einer Fußbodenheizung beträgt bei neu eingebauten Böden etwa 55° C und entwickelt eine Oberflächentemperatur von etwa 23 bis 24° C. Es entsteht eine Wärmeinsel bis auf zwei bis drei Meter Höhe, was für den Sportbetrieb ausreicht. Der Wärmeverlust durch Abgaben an höher gelegene Bauteile ist gering, weil die Temperaturunterschiede Luft/Bauteile mit der Höhe geringer werden.

Insbesondere die geringeren Vorlauftemperaturen erlauben eine Aussage zugunsten der Fußbodenheizung. Dies gilt insbesondere auch bei der Verwendung von Wärmepumpen, die im Niedrigtemperaturbereich arbeiten.

Gesundheitliche Beschwerden infolge zu hoher Bodentemperaturen beziehen sich auf Fußbodenheizungen der älteren Generation. Neue Fußbodenheizungen reagieren zwar immer noch langsam sind aber dafür sehr genau steuerbar. Bei älteren Sportböden und insbesondere bei Sanierungen sind höhere Messdaten anzusetzen.

Die Fußbodenheizung erzeugt eine gleichmäßiger verteilte und ausgeglichene Strahlungswärme. Die Heizung selbst ist architektonisch unsichtbar und wirkt im Gegensatz zu Deckenstrahlplatten nicht als Staubfänger.

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Hinweise:

Wie wird die Sicherheit von Einrichtungen und Geräten in einer Sporthalle überprüft?
Eine umfassende und detaillierte Prüfung muss mindestens einmal jährlich mit Prüfbefund durch Sachkundige (sachkundiger Handwerker oder Fachunternehmen) erfolgen. (UVV „Allgemeine Vorschriften“). Diese jährliche Kontrolle gilt auch für Spielplätze. Ausführliche Hinweise finden Sie auf  http://www.sichere-sporthalle.de/ und UVV Allgemeine Vorschriften

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Checklisten:

Hier finden Sie Checklisten zum Herunterladen:

für Sporthallen

für Sportgeräte


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