Stiftung Sport in der Schule in Baden-Württemberg
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!! NEU !! Das Online- Forum ist eröffnet!!!

Auf vielfachen Wunsch wurde ein Online-Forum für die Sportstättenberater eingerichtet!

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Arena Ludwigsburg

Mit der Arena Ludwigsburg eröffnet am 01. Oktober 2009 eine multifunktionale Veranstaltungshalle, die für Sport- und Konzertveranstaltungen ebenso nutzbar ist wie für Veranstaltungen aus den Bereichen Entertainment, Mitarbeiter Event, Produktpräsentation, Roadshow und Party.

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FIBA: Historische Regeländerungen – Spielfelder in neuen Abmessungen

Der Vorstand des Central Boards des Weltverbandes FIBA (International Basketball Federation) beschließt Regeländerungen zur Verlegung der Drei-Punkte-Linie und die Änderung des Zonenraumes unter dem Korb von seiner bisher trapezartigen Form in Anlehnung an die nordamerikanische Profiliga NBA auf eine rechteckige Form. Die Drei-Punkte-Linie wird von 6,25 Meter auf 6,75 Meter Korbentfernung verlegt. Für Olympische Spiele, Weltmeisterschaften und kontinentale Meisterschaften gelten diese Regeländerungen ab dem 1. Oktober 2010 nach der WM 2010 in der Türkei, für alle anderen FIBA-Wettbewerbe und für Wettbewerbe der nationalen Verbände gelten die neuen Regeln ab dem 1. Oktober 2012 nach den Olympischen Spielen in London. Weitere Regeländerungen betreffen diverse Spielsituationen.

 

Aus: IAKS Newsletter

Difu-Studie zeigt: bis 2020 sind kommunale Investitionen von mehr als 704 Milliarden Euro notwendig

Die im Juni 2008 durch das Difu (Deutsches Institut für Urbanistik) veröffentlichte Studie „Der kommunale Investitionsbedarf 2006 bis 2020" zeigt größten Bedarf bei Straßenbau, Schulen und der kommunalen Abwasserbeseitigung. Die Kurzfassung des vorliegenden Endberichtes nennt auch Sporthallen und Sportstätten als einen der wichtigen Infrastrukturbereiche, für den ein hoher Investitionsbedarf besteht. In der Difu-Studie wurde hierzu ein Szenario entwickelt, in dem der Investitionsrückstand nicht gleichmäßig verteilt bis zum Jahr 2020 abgetragen wird, sondern die Investitionsanstrengungen in einer konzertierten Aktion in den Jahren 2009 bis 2015 forciert werden sollten.
Der Investitionsbedarf für Sportstätten (gesamt: 35,2 Mrd. Euro) besteht vor allem in den Alten Bundesländern (27,1 Mrd. Euro) und liegt somit noch vor dem Bedarf für Krankenhäusern, Verwaltungsgebäuden und dem Städtebau.
Angesichts des anhaltend hohen kommunalen Investitionsbedarfs stellt sich für die Kommunen die Frage, wie sie diesen Bedarf in den kommenden Jahren decken können. Die Beteiligung privater Partner im Rahmen von Public-Private-Partnerships (PPP) stellt einen integrierten Strategie- und Finanzierungsansatz in ausgewählten Infrastrukturbereichen, etwa bei Schulen oder im Bereich Sport/Freizeit/Tourismus, dar.
Der Abbau des Investitionsrückstandes und die Deckung des kommunalen Investitionsbedarfs bis 2020 sind machbar, wenn alle Optionen eines strategischen Investitionsmanagements, von integrierten und verträglichen Finanzierungslösungen sowie von Effizienzgewinnen etwa durch PPP-Projekte ausgeschöpft werden und wenn gleichzeitig Bund, Länder und Kommunen im Rahmen ihrer Möglichkeiten eine politische Priorisierung eines entsprechenden Investitionsprogramms vornehmen.

Kurzfassung der Studie als pdf

 

Quelle: IAKS Newsletter

DFB bietet Empfehlung für Kunststoffrasenplätze an


Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat im September eine Broschüre mit Empfehlungen für Kunststoffrasenplätze heraus gegeben. Die wissenschaftlich gestützte Studie ist von der DFB-Kommission Sportplatzbau in Zusammenarbeit mit der Internationalen Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen (IAKS) in Köln erstellt worden und beantwortet die wichtigsten Fragen zu Planung, Bau und Betrieb sowie zu allgemeinen Qualitätsstandards von Kunststoffrasenplätzen. Mehr......

Lärm im Sportunterricht

Die neue DIN 18032.1 stellt höhere Ansprüche an Schallschutz und Raumakustik

„In Abhängigkeit von der Raumnutzungsart und von dem Raumvolumen soll die Nachhallzeit 1,4 s bis 2,5 s betragen (siehe E DIN 18041)“

Erich Zumkeller weist auf problematische Zustände hin:

 Erich Zummkeller

Mitglied des Personalrats
beim Schulamt im Landratsamt Waldshut

Lärm im (Sport-)Unterricht
Wissenwertes zu einem (fast) vernachlässigten Thema

Gerade in der Diskussion zur so genannten "Faktorisierung" beim "Hamburger Arbeitszeitmodell" kamen immer wieder unterschiedliche Standpunkte auf, ob beispielsweise Sportlehrer oder Deutschlehrer größere Belastungen durch Unterricht zu tragen hätten. Mit dem folgenden Kurzbericht ist mein Anliegen, Erhellendes zum Thema beizutragen.

In der Unterrichtspraxis lässt sich eine Korrelation zwischen Befindlichkeit und Lautstärke beobachten: Je lauter, desto stressiger.

In einer Studie der Universität Bremen zum Thema: “Lärm in Bildungsstätten – Ursachen und Minderung“ lagen die in 30 Klassen gemessenen Schallpegel im Bereich von 60 bis 80 dB(A). Im Sportunterricht wurden bei dieser Studie keine Messungen durchgeführt.

Peter Czehowska ging mit seiner Untersuchung der Frage nach:
Wie laut ist es denn eigentlich im Sportunterricht im Vergleich zu anderen Unterrichtsfächern? Entstehen hier vielleicht lärmbedingt höhere Belastungen für die unterrichtenden Lehrkräfte?

Rahmenbedingungen

  • Es wurde die durchschnittliche Lautstärke von zwölf Sportstunden und fünf Unterrichtsstunden im Fachbereich Deutsch bzw. Französisch gemessen.
  • Zum Vergleich wurde zusätzlich eine Messung auf einem Autobahnrastplatz durchgeführt, ca. 10 m neben einer an dieser Stelle fünfspurigen, stark befahrenen Autobahn.

(Durchschnittliche Lautstärke der gemessenen Unterrichtsstunden)

Die Ergebnisse im Sportunterricht

Sport

 

 

 

 

 

Gymnasikhalle

 

Sporthalle

 

Hallenbad

 

Klasse/Schülerzahl

dB(A)

Klasse/Schülerzahl

dB(A)

Klasse/Schülerzahl

dB(A)

6a/c            32 Schülerinnen

Basketball + Tanz

 

84,5

5c/d          25 Schüler

Handball

 

90,7

5c/d          22 Schüler

Umkleide

 

84,1

9b               13 Schüler

Tischtennis

 

84,4

6b            15 Schüler

Hockey, Musik in 2

benachbarten Hallenteilen

 

85,1

 

5c/d         22 Schüler

 

81,6

 

 

6a/c         28 Schülerinnen

Volleyball

 

86,1

 

6b            14 Schüler

 

82,7

 

 

7f            16 Schüler

Hürdenlauf

 

91,0

 

 

 

 

5e            14 Schüler

Handball

 

76,9

 

 

Mittelwert

84,5

 

86,0

 

82,8


Die weiteren Ergebnisse:

 

 

 

 

 

 

Deutsch

 

Französisch

 

Autobahn

 

Klassenzimmer

 

Klassenzimmer

 

Rastplatz

 

Klasse/Schülerzahl

dB(A)

Klasse/Schülerzahl

dB(A)

 

dB(A)

5a            29 Schüler

79,7

9c           17 Schüler

63,1

 

81,3

9a            33 Schüler

74,6

9b           31 Schüler

69,6

 

 

 

 

 

 

 

Mittelwert

77,2

 

68,5

 

81,3

Messergebnisse

  • Es zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Messungen im Fach Sport und den übrigen Unterrichtsfächern.
  • Im Klassenzimmer schwankten die Durchschnittswerte zwischen 63 und 79 dB(A) , während in der Sporthalle und im Hallenbad 77 bis 90 dB(A) gemessen werden konnten.
  • Zur Interpretation der Messergebnisse sei darauf hingewiesen, dass eine Erhöhung um 3 dB eine Verdoppelung, um 6 dB einer Vervierfachung und eine Erhöhung um 10 dB einer Verzehnfachung des Schallpegels bedeutet.
  • Es wurden in der Nähe des Kopfes Spitzenwerte des Schalldruckpegels von bis zu 139 dB(A) gemessen, verursacht durch die Trillerpfeife des Lehrers.
  • Im Klassenzimmer schwankten die Durchschnittswerte zwischen 63 und 79 dB(A) , während in der Sporthalle und im Hallenbad 77 bis 90 dB(A) gemessen werden konnten.

Beurteilt man  diese Messergebnisse nach einer EG-Richtlinie zum Arbeitsschutz, hätte im überwiegenden Teil der beobachteten Sportstunden ein Gehörschutz zur Verfügung gestellt werden müssen, bei einem Drittel hätte dieser auch getragen werden müssen, eine Sportstunde lag sogar über zum zulässigen Limit.


Arbeitsschutzrichtlinie

Nach der EG-Richtlinie 2003/10/EG zum Thema: „Arbeitnehmerschutz vor Gefährdung durch Lärm“ gilt:

Expositionsgrenzwert: 87 dB(A)  - darf nicht überschritten werden.

Oberer Auslösewert: 85 dB(A)     - Gehörschutz vorgeschrieben

Unterer Auslösewert: 80 dB(A)    - Gehörschutz muss vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt werden.


Lärm als Stressor

Wie wirkt sich Lärm auf die am Unterricht beteiligten Personen aus?

  • Für Schallpegel ausreichend hoher Intensität (80 dB(A) und darüber) ist das Risiko einer Hörschädigung nachgewiesen.
  • Bei Schallpegeln mittlerer Intensität lassen sich auf physiologischer Ebene typische Stressreaktionen nachweisen, z. B. Reaktionen des Herz-Kreislauf-Systems oder des Hormonsystems. Die Stresshormone (Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol) werden verstärkt produziert; Blutdruck und Herzschlagfrequenz steigen an.

Konsequenzen

  • Raumakustik von Sporthallen
  • Sportklassen mit bis zu 33 Schülern?
  • Bei Überlegungen zur Bewertung der Arbeitszeit (Faktorisierung!) bzw. der Anwendung des sog. Bandbreitenmodells muss der Belastungsfaktor „Lärm“ sicherlich Berücksichtigung finden.

Quelle

  • DSLV-INFO Nr 3, September 2005
  • Peter Czehowsky, http://www.baubiologie-und-umweltmesstechnik.de/
  • Forschungsbericht FB1030, H.G. Schönwalder, J. Berndt, F. Ströver, G. Tiesler: Lärm in Bildungstätten – Ursachen und Minderung. ISBN 3-86509-210-1, 2004

Literatur und links zu Lärm im Sportunterricht:

  • Schönwalder, H.-G.; Berndt, J.; Ströver, F.; Tiesler, G.: Belastung und Beanspruchung von Lehrerinnen und Lehrern. Schriftenreihe der BauA Fb 1030, Dortmund, 2003
  • Oberdörster, M.; Tiesler, G.: Akustische Ergonomie der Schule. Schriftenreihe der BauA Fb 1071, Dortmund, 2006
  • Klatte, M.; Meis, M.; Nocke, C.; Schick, A: Lernumwelt = Lärmumwelt ?! Akustische Bedingungen in Schulen und ihre Auswirkungen auf das Lernen. Grundschule 2 (2004), 38 – 40
  • www.baua.de
  • www.inqa.de
  • www.lernen-statt-laermen.de
  • www.schulakustik.de

Folgende Nachricht erreichte uns als Ergänzung zu den obigen Ausführungen:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich darf Sie höflichst auf einzelne Fehler in der o.g. Seite aufmerksam machen.
Ich habe mir einmal die Schallpegelangaben für die Sporthalle näher angesehen.
Dabei wurde der arithmetische Mittelwert falsch berechnet. Statt 84,0 müßte es dort 86,0 dB(A) heißen.
Üblicherweise wird bei Belastungen durch Lärm der energetische Mittelwert berechnet. Für einen Sportlehrer, der alle 5 Unterrichtseinheiten betreut ergibt sich ein energetischer Mittelwert von 88,0 dB(A).
Insgesamt erscheinen mir die Werte eher zu niedrig. Dies liegt wohl an der geringen Schülerzahl. Speziell die Werte im Hallenbad erscheinen mir sehr niedrig.

Weiter unten heißt es:
Zur Interpretation der Messergebnisse sei darauf hingewiesen, dass eine Erhöhung um 6 dB eine Verdoppelung, eine Erhöhung um 12 dB eine Vervierfachung des Schallpegels bedeutet.
Dies ist falsch. Richtig ist: Eine Erhöhung um 3dB entspricht einer Verdoppelung, um 6dB einer Vervierfachung und eine Erhöhung um 10 dB einer Verzehnfachung.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Hammelbacher
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Berufsgenossenschaft Metall Nord Süd
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Anmerkung der Redaktion:
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- Die Kontaktdaten des Absenders wurden auf Wunsch unkenntlich gemacht. Auf Anfrage können wir die Adresse gerne mitteilen!

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